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KURZPREDIGT

Lebensqualität

Jeder Mensch möchte seine Lebensqualität erhöhen. Und allerhand Anbieter in unserer Welt wollen uns anscheinend bei diesem Bemühen behilflich sein. Jeder meint es gut mit uns - wenn man seiner Werbebotschaft glauben könnte. Und alle wollen Hand bieten, dass sich unsere Lebensqualität steigert und wir alles leichter kriegen.

Wir amüsieren uns zu Tode
Doch die Qualität unseres Lebens hängt in erster Linie zusammen mit unserem Lebensgefühl. Und dieses Lebensgefühl lässt sich nicht einfach durch zusätzlichen Luxus oder noch tollere Freizeitangebote verbessern.
Jemand treffend: "Wir amüsieren uns zu Tode". Jeder Mensch wohnt eben nicht nur in einer Wohnung oder in einem Haus. Er wohnt auch und zuerst im Haus seiner Gefühle, seiner Gedanken, seines Gewissens. Das Lebensgefühl des Menschen hängt dabei stark zusammen mit dem Bild, das er von sich selbst hat. Wenn jemand in einer inneren Wohnung lebt, wo er ständig die Botschaft hört: Ich kann nichts, ich bin nichts, ich habe nichts, der wird sich nicht gut fühlen.

Der eigene Massstab
Das Bild, das wir von uns selbst haben kommt natürlich von irgendwo her. In der Regel ist es geprägt von den Massstäben unserer Gesellschaft, die heissen: Erfolg, Macht, Einfluss, Schönheit, Intelligenz. Wer diesem Massstab nicht genügt, fühlt sich entweder miserabel und als Versager oder er versucht sich über diesen Massstab hinweg zu setzen - was nicht ganz leicht ist.
Welches Bild haben Sie von sich selbst? Sind sie vielleicht Perfektionist? Stellen Sie ständig höhere Ansprüche an sich selbst und sind Sie vielleicht unzufrieden, weil Sie den eigenen Massstab nicht einhalten können? Vielleicht wäre es hilfreich, nicht noch mehr Druck auf sich selbst auszuüben, sondern Ihren Massstab zu überdenken.

Unerreichbare Zielvorstellung
Viele Menschen straucheln am meisten über die selbst errichteten Ziele - wie Petrus jener Apostel aus der Bibel, der Jünger von Jesus Christus. Er hatte zunächst ein Bild von sich und seines Glaubens, das sich über Leistung definierte. Er setzte sich mit seinen eigenen Anforderungen unter Druck und er meinte sogar damit Jesus Christus einen Gefallen zu tun. Als er dann am Punkt des Versagens ankam und die eigene Anforderung nicht erfüllte, schien die ganze Welt zusammen zu brechen.
Genau da suchte Jesus Christus diesen Petrus auf, im inneren Gefühl der Leere und des nicht genügen Könnens.

Gott aber sieht das Herz an
Aber er spricht weder von seinen Leistungen, noch von seinen Fehlern. Im Gegenteil: Er spricht von seiner Liebe und er gibt ihm die Bestätigung des Auftrags: "Weide meine Schafe!" Das Ganze wiederholt er sogar dreimal. Damit wurde deutlich: Petrus. Ich liebe und gebrauche dich nicht wegen deiner Leistung, sondern weil ich dich liebe. Auch da wo du dich so ungenügend vorkommst.
Gott hat eben andere Massstäbe: "Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an." Die Aufrichtigkeit genügt. Wir leben von Gottes Gnade und Zusage, dass er uns annimmt, wie wir sind. Diese Gewissheit gibt ein neues Lebensgefühl der Dankbarkeit, der Geborgenheit und Freude und sie macht das Leben entscheidend leichter. - Die Lebensqualität steigt spürbar an!
 

Autor: Dick Leuvenink

 


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